31 Januar 2008

Glatteis

6:40 Uhr, ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Vor mir auf der Rechtsabbiegerspur stehen drei PKWs. Die Ampel wird grün. Ich denke noch "Der Penner da vorn ist wohl eingeschlafen", da kommen die Wagen vor mir langsam in Fahrt und umkurven in der Kurve in einem weiten Bogen vorsichtig eine auf der Straße liegende Frau, um dann zügig die Fahrt Richtung Innenstadt fortzusetzen. Anstatt nun den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern, indem ich mich diesen Fahrern anschließe, halte ich auf der nahen Grundstücksauffahrt, um der Frau zu helfen.

Sie, so mittleren Alters, war mittlerweile aufgestanden und hatte bereits die Verkehrshindernisse, das heißt sich selbst und ihr Fahrrad, mit dem sie leichtsinnigerweise auf einer vereisten Stelle ausgerutscht war, von der Straße entfernt.

"Haben Sie sich verletzt, kann ich Ihnen helfen?" spreche ich sie an. Sie befühlt ihren Körper von oben bis unten, schüttelt dann leicht den Kopf "Etwas an der Hüfte, aber sonst nicht glaube ich, und danke der Nachfrage", antwortet sie schuldbewusst, setzt sich auf ihr Fahrrad und weg ist sie.


Und nun die Frage an die Kompanie:

Was soll uns die Geschichte lehren?

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