19 November 2008

ZOFF in Flensburg

Gestern haben ich und meine Angetraute das Rockmusical ZOFF - das erste große und zudem erfolgreichste Werk von Gunter Hagelberg - in der Goethe-Schule Flensburg in einer Inszenierung des Pädagogen und ZOFF 1989-Schlagzeugers Arne Schumacher erleben dürfen.


(Janne Outzen als Anne und Phillip Müller-Haack als Mike)

Und, was soll man viel sagen, es war phänomenal, und zwar alles, die Kulissen, sowie Plakat und Flyer (kamen mir irgendwie bekannt vor), die Schauspieler, die Inszenierung, die Band (mit dem ZOFF 1989-Gitarristen Marco Lintz), der Saal, der Eintrittspreis, die Pause, die Zugaben, das Publikum, ... !

Schön, dass man bei solchen Veranstaltungen immer wieder ehemalige Ensemblemitglieder von Produktionen des "jungen theaters spectaculum e.V." trifft, diesmal waren das Wilfried Goebel (die Inkarnation des schrecklichen Ehemanns und Vaters – natürlich nur auf der Bühne!) und Till Hagelberg. Gunter Hagelberg und Lothar Köhrsen waren, wie wir von Arne Schumacher hörten, bei der Premiere dabei - logo!

Gerne hätten wir die Musik mit nach Hause genommen, doch leider gab es keine CD zu kaufen.
Sei's drum, mitgenommen haben wir auf jeden Fall eine bleibende Erinnerung an einen extraordinären Abend.

05 November 2008

verleihe nichts!

wenn du etwas hast, was für dich materiell, ideell oder in anderer weise von wert ist, also etwas, worauf du nicht verzichten kannst, dann verleihe dies nicht, auf keinen Fall!

klar, etwas, was du ohnehin nicht mehr brauchst, kannst du großzügig weggeben, denn so hast du auch noch einen gewinn, weil du dir die entsorgung sparst.

wie gesagt, verleihe nichts!

willst du dem folgen, musst du nein sagen. dies ist nicht nur nicht leicht, sondern sehr schwer, man leidet höllenqualen. ist das wort jedoch gesagt, muss man nur noch eine verhältnismäßig kurze zeit standhaft sein, um das gebitte und gebettel, die anfeindungen und womöglich sogar drohungen auszustehen, dann wird man mit einem glückgefühl in höchster potenz belohnt.

man muss sich dabei allerdings im klaren sein, dass ein solches verhalten zwischenmenschliche beziehungen nachhaltig beeinträchtigen, sogar zerstören kann. sollte dies tatsächlich eintreten, sei's drum, sie waren ohnehin nichts wert, denn jeder, der selber schon mal was verliehen hat, wird dich verstehen und deine entscheidung akzeptieren.

sagst du nicht nein, sondern ja, dann entgehst du zwar dem vorübergehenden psychischen druck, aber der ärger kommt unweigerlich, wochen-, monate- oder jahrelang, je nachdem wie lange die zeit des verleihens andauert, mit voller härte, und dann sagst du dir "hätte ich doch nur ...".

und meistens kriegst du das verliehene ohnehin nicht zurück, und wenn doch, dann nicht selten unvollständig, verdreckt, defekt, oder vollkommen unbrauchbar. du hast also als folge des verleihens obendrein noch weiteren ärger durch arbeit, kosten oder sonstwas für unbill.

darum, verleihe nichts!

so, das musste ich mal loswerden.

by the way:
wer kann mir - nur für ein paar monate, höchstens für ein jahr - ein notebook leihen?

04 November 2008

Wikinger-Wetterstation

Am Sonntag sind wir ein wenig in Arnis an der Schlei gelustwandelt und kamen dabei an dieser Wikinger-Wetterstation vorbei. Wir konnten uns davon überzeugen, dass das Hightechteil aus grauer Vorzeit außerordentlich zuverlässig funktioniert. Der Stein war nicht nass, weiß, unsichtbar oder runtergefallen, er bewegte sich nicht und dampfte auch nicht, er war trocken. Demnach schien also die Sonne. Tat sie auch – über den Wolken. So weit, so gut, ansonsten war das Wetter einfach nur sch..ße.



Das größte Vorkommen an Wettersteinen in der nördlichen Hemisphäre befindet sich übrigens in der Eckernförder Bucht, und zwar an der Steilküste bei Brunnenbek.
Hier eine Gruppe von Meteorologie- und Geologiestudenten, die anläßlich einer gemeinsamen Exkursion damit beschäftigt war, der Ursache für die gerade an dieser Stelle ungewöhnlich hohen Konzentration von Wettersteinen auf den Grund zu gehen.

03 November 2008

Küstenkunst aus Südtirol


(an der Steilküste Holnis Ost, Mai 2008)

Dem Stil nach zu urteilen, müsste das Werk von einem Künstler aus dem Grödnertal in Südtirol - einer Hochburg der Holzschnitzkunst - sein.

26 Oktober 2008

Erdgeist


(Steilküste an der Eckernförder Bucht zwischen Ritenrade und Strandbek am 23.10.2008)

22 September 2008

Verkehrsfunk

Heute 16:07 Uhr, Verkehrsfunk auf NDR-Info:

"Achtung, auf der Asoundso sind zwei Stiere unterwegs."



Na na, wenn das man nicht zwei Bullen waren!

01 August 2008

Schönen Tag noch!

Wenn ich so an der Ostseeküste unterwegs bin und meine Fotos mache, habe ich manch nette Begegnung mit den verschiedensten Menschen, in einem schönen Sommer wie diesem natürlich hauptsächlich mit Touristen.
Selten interessiert man sich für meine Person, meistens ist man nur ein willkommendes Opfer für das, was die Leute drängt, anderen mitzuteilen.
So auch wieder letztens auf Fehmarn. Ein älteres Ehepaar fotografiert sich gegenseitig am Strand und sucht nun jemanden, der sie gemeinsam auf ein Foto bannt. Da komme ich gerade richtig zupaß. Ich walte meines Amtes, womit schon eine gewisse Nähe hergestellt ist, und erfahre sogleich dies und das, z.B. dass sie aus Bergisch Gladbach (sagt Ihnen wahrscheinlich nichts, das liegt bei Köln) kommen, sie auf Fehmarn schon mehrfach – auch im Winter – Urlaub gemacht haben, er das Gymnasium in Köln, in der Nähe des Mediagiganten Saturn besucht hat, und dergleichen mehr.


(Steilküste im Bereich Katharinenhof)

Als sie hören, dass ich in Kiel wohne, kommt es zu folgendem Gespräch:

Sie: Ach, Sie kommen aus Kiel, dann kennen Sie womöglich Professor Bichtenschwerg.

Ich: Professor Bichtenschwerg?

Sie: Ja genau, der macht da was mit Kunst.

Ich: Mit Kunst?

Sie: Ja, der hatte mal einige Skulpturen im Sophienhof.

Ich: Im Sophienhof? Da stand mal 'ne Zeit eine große Skulptur vor dem Sophienhof.

Sie: Nein nein, das waren mehrere kleine im Sophienhof.

Ich: Daran kann ich mich leider nicht erinnern. Und was macht der Professor sonst noch?

Sie: Na Kunst, eben Kunst.

Ich: Ach so. Also, wenn Sie diesen Professor Bichtenschwerg meinen, den kenn ich nicht.

Sie: Macht ja nichts, hätte doch aber sein können.

Ich: Na klar, jetzt muss ich aber weiter. Schönen Tag noch.

Beide: Ja, schönen Tag noch.

16 Juni 2008

0:1



Vor dem Spiel wurden auf der einen Seite der "Geist von Cordoba" und auf der anderen Seite die "Deutschen Tugenden" beschworen.

Die Erwartungen waren auf beiden Seiten groß.

Ergebnis war ein leidliches Gekicke mit einem schlappen 0:1 für die Mannschaft im schwarzen Beinkleid, weißen Leibchen und ebensolchen Kniestrümpfen.

So im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich mir lieber eine Aufzeichnung des ARD-Testbildes hätte ansehen sollen.

17 Mai 2008

Ausgelaufen



Zwei gleiche Hosen in einer Größe, nur in unterschiedlichen Farben.
Nach der ersten Wäsche war der Schreck groß.
Mist, die dunkle Hose ist eingelaufen!
Dann der Test.
Glück gehabt, die helle Hose ist ausgelaufen!

09 Mai 2008

Uferschwalbenkolonie


(Steilküste im Bereich Holnis Nord)

Kolonie; ... 3. (Biol.) häufig mit Arbeitsteilung verbundener Zusammenschluss ... tierischer Individuen einer Art zu mehr oder weniger lockeren Verbänden.(© Duden - Das Fremdwörterbuch. 7. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM])

05 Mai 2008

Ja

Bei Nordsee im Sophienhof.
Am Nachbartisch sitzt eine alte Frau und isst gemütlich.
Nach einer Weile, der Teller ist noch fast voll, steht sie auf, dreht sich um und spricht die hinter ihr sitzende Frau an:

"Ja.
Ich bin hier ja ganz alleine.
Mein Mann kann ja nicht mehr so.
Meine Mutter ist ja nun schon lange tot.
Sie liegt ja auf dem Friedhof in F.
Ich bin ja nun auch schon siebzig.
Ja."

Die Angesprochene blickt währenddessen auf ihren Teller und nickt bei jedem Satz mit dem Kopf.
Die alte Frau dreht sich wieder um und setzt sich.
Sie lächelt.

Ja - und in zehn Jahren werde auch ich siebzig sein.

24 April 2008

Bitte keine Details!

Folgendes habe ich soeben im Radio gehört:

Der Schauspieler, ein alter Hase, hat einen Texthänger.
Die Souffleuse ist stante pede mit dem Text zur Hand.
Darauf der Schauspieler:
"Bitte keine Details gute Frau, sagen Sie mir lieber welches Stück wir gerade spielen!"

17 April 2008

Ein eingespieltes Team



Während der Beifahrer den Verkehr auf der linken Seite im Auge behält, peilt der Fahrer die Lage auf der rechten Seite.

Eben ein eingespieltes Team!

12 April 2008

Biodesign



Anhänger im aktuellen Biodesign.

(Gesehen beim Gut Büstorf in der Gemeinde Rieseby, Kreis Rensburg-Eckernförde)

09 April 2008

Ah!


Nanu! Was ist denn das?


Mal sehn.



Ah! Löcher!

(Steilküste zwischen Strandbek und Seeberg, Eckernförder Bucht)

30 März 2008

+ und -



mit diesem kasten in der näh
tut ein platten dir nicht weh

doch ist der kasten großer mist
wenn du in der ferne bist

07 März 2008

Völlig ratlos



Hier mein Fan Nr. 1 und zweitliebste Kollegin A.M., erst starr vor Entsetzen und Sekunden später außer sich vor Begeisterung.

Oder war es umgekehrt?

Wie auch immer, jedenfalls bin ich völlig ratlos ob dieser extrem gegensätzlichen Reaktionen, denn ich hatte ihr kurz vor Feierabend doch nur verkündet, dass ich kommende Woche im Urlaub bin!

09 Februar 2008

... die Augen!

Traute, das müssen wir noch mal üben!

Also, wenn man fotografiert wird, dann öffnet man ...?

31 Januar 2008

Glatteis

6:40 Uhr, ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Vor mir auf der Rechtsabbiegerspur stehen drei PKWs. Die Ampel wird grün. Ich denke noch "Der Penner da vorn ist wohl eingeschlafen", da kommen die Wagen vor mir langsam in Fahrt und umkurven in der Kurve in einem weiten Bogen vorsichtig eine auf der Straße liegende Frau, um dann zügig die Fahrt Richtung Innenstadt fortzusetzen. Anstatt nun den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern, indem ich mich diesen Fahrern anschließe, halte ich auf der nahen Grundstücksauffahrt, um der Frau zu helfen.

Sie, so mittleren Alters, war mittlerweile aufgestanden und hatte bereits die Verkehrshindernisse, das heißt sich selbst und ihr Fahrrad, mit dem sie leichtsinnigerweise auf einer vereisten Stelle ausgerutscht war, von der Straße entfernt.

"Haben Sie sich verletzt, kann ich Ihnen helfen?" spreche ich sie an. Sie befühlt ihren Körper von oben bis unten, schüttelt dann leicht den Kopf "Etwas an der Hüfte, aber sonst nicht glaube ich, und danke der Nachfrage", antwortet sie schuldbewusst, setzt sich auf ihr Fahrrad und weg ist sie.


Und nun die Frage an die Kompanie:

Was soll uns die Geschichte lehren?

29 Januar 2008

Made In Romania



Das NOKIA Hartz IV classic, ein einfach zu bedienendes Smartphone der Premium-Klasse mit allem Pipapo.

21 Januar 2008

Und plötzlich war Ruhe


Mephisto (Arne Bollert) und Faust (Thomas Schröder)

Während der Faust-Aufführung am letzten Donnerstag in der Aula Am Schiffsthal in Plön bereicherten zwei oder drei etwa 17 Jahre alte Schüler von einer höheren Lehranstalt das Geschehen mit zwar intelligenten aber ein wenig zu lauten Kommentaren, wodurch ein Teil des Publikum daran gehindert wurde, einem der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.

Das konnte ich natürlich nicht auf Dauer zulassen, so dass ich zu Beginn des zweiten Teils der Vorstellung die schräg hinter mir Sitzenden nicht eben leise mit "Nun haltet endlich mal die Schnauze!" anblaffte.

Und plötzlich war Ruhe.

Unsere angehende geistige Elite hatte verstanden.