30 Dezember 2006

TOP 23.

Das junge theater spectaculum e.V. hatte am gestrigen Tage seine diesjährige Mitgliederversammlung, diesmal im Haus des Sports.

Beginn war pünktlich um 19:13 Uhr.

Erschienen waren die tragenden Säulen des Vereins (von links nach rechts):
B. K., J. K., O. K. (verdeckt), B. K., L. K., G. H., T. W., H. W. und D. K. (nicht zu sehen, da hinter dem Fotoapparat), B. G. fehlte entschuldigt.

Der Raum war gut geheizt und es gab heißen Roibusch-Tee, das Nationalgetränk der Südafrikaner, sowie Kekse, die einer drohenden Unterzuckerung vorbeugen sollten.

Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme war die Versammlung gerade bei TOP 23. angelangt, wo G. H. und L. K. u.a. über vergangene, aktuelle, geplante und noch nicht gedachte Projekte parlierten.

Eine kurzweilige Powerpoint-Präsentation von J. K. über den Dalsland Kanot Marathon am 15. August 2006 rundete die Versammlung ab, die danach so gegen 20:29 Uhr vom 1. Vorsitzenden mit einem Dank an die Erschienenen geschlossen wurde.

Ich freu mich schon auf die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr!

26 Dezember 2006

Morbider Charme

Heute haben wir den Südfriedhof in Kiel besucht, und zwar nicht, um schon ein wenig Probe zu liegen, sondern vielmehr auf der Suche nach etwas, was einem Verlies ähnlich ist.
Gunter braucht ein entsprechendes Foto für eine Beamer-Projektion bei Goethes "Faust".

Sogar die Grüfte auf dem Kapellenberg haben wir - natürlich nur von außen - trotz mahnender Verbotsschilder in Augenschein genommen, doch fündig sind wir leider nicht geworden.
Dafür haben wir jetzt einen ziemlich genauen Eindruck vom Zustand des Friedhofs, und überzeugt hat uns dieser nicht.

Beeindruckend sind die Grünanlagen, doch etliche Grabmale, Kapellen und Wege vermitteln den Eindruck von Verfall, so wie auf dem obigen Foto die Sitzbank.

Der morbide Charme eines Friedhofs - eine Einladung zum Verweilen!

25 Dezember 2006

Na dann, alles Gute!


Weihnachtszeit, man hört mal wieder voneinander und dabei fällt allmählich auf, dass zunehmend Krankenberichte als Neuigkeiten ausgetauscht werden.
Da geht es nicht um so banale Geschichten wie grippale Infekte oder Erkältungen mit kratzenden Hälsen und laufenden Nasen, sondern um Nierensteine, Stents, Herzrythmusstörungen, Bandscheibenvorfälle, Rheuma und Ähnliches.

Na dann, alles Gute, und lasst am nächsten Weihnachten mal wieder von Euch hören!

19 Dezember 2006

Der Schneemann

Seit einigen Tagen ziert ein Schneemann symbolträchtig das Portal einer alteingesessenen renommierten Behörde im Sophienblatt in Kiel.

Sich seiner Vergänglichkeit bewusst, grinst das billige Imitat einfältig vor sich hin, während die Behörde in Agonie daniederliegt und der von der Landesregierung beauftragte Rettungsarzt Sterbehilfe leistet.

Ein Motorradkurier ist derweil auf dem Wege, der Landesregierung Kunde vom baldigen Ableben der Behörde zu übermitteln.

Dem Hausmeister, der unter heftigen Rückenschmerzen leidet und den Arzt eigentlich nötiger zum Leben als die Behörde zum Sterben bräuchte, bleibt dagegen jede Hilfe versagt.
Verwaist daher die Masten an der Front des Hauses, wo die Fahnen im Spiel des Windes pietätvoll auf halbmast flattern sollten.

Zur Vermeidung von Missverständnissen sei darauf hingewiesen, dass diese Story natürlich reine Fiktion ist, wobei Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Sachverhalten zwar nicht unerwünscht sind, aber reiner Zufall wären.

16 Dezember 2006

Luder Bruder ...

.. ist einfach hemmungslos, jetzt klaut er mir schon die Storys, wovon man sich unter http://wasihrwollt.blogspot.com/ überzeugen kann!



Sei's drum, dafür habe ich das schärfere Foto!

15 Dezember 2006

DAS Highlight

Einige lächeln etwas verkrampft, die Mehrheit im Saal staunt ungläubig, denn soeben wird vom Zeremonienmeister einer dreiköpfigen Laien-Schauspiel-Truppe DAS Highlight der obligaten Weihnachtsfeier angekündigt, der Sylvester-Knaller "Diner For One", und zwar opp Platt!

Wie man auch immer zu einer solchen Idee stehen mag, sei dahingestellt, auf jeden Fall nötigt es zumindest einem Theatermenschen Respekt ab, wenn sich jemand an diesen immer wieder gern gesehenen Klassiker heranwagt.

Egal, die Mimen legen sich engagiert ins Zeug, die Handlung nimmt den sattsam bekannten Verlauf, im Saal kaum eine Reaktion des Publikums, man könnte fast eine Stecknadel fallen hören, als in meiner nächsten Nähe, nicht eben leise, polyphone Klänge ertönen.

Mein Blick geht in Richtung des Geräusches, ich sehe den vor mir liegenden digitalen Fotoapparat, ergreife ihn, denke: "Donnerwetter, ich wusste gar nicht, dass der so was kann!" und versuche mit fahrigen Händen den Akku zu entfernen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.

Das Publikum erwacht mit einem Schlag aus seiner Lethargie, anschwellendes Gelächter füllt den Raum, und die Schauspieler glauben sicherlich, dass sich das Publikum nach einer gewissen Aufwärmphase dem Zauber ihrer Darbietung nun nicht mehr länger entziehen konnte.

Denkste, denn so plötzlich wie das Gelächter einsetzte, so plötzlich endet es auch wieder, als ich endlich mein Handy ausschalte.

Das Foto unten zeigt den Kollegen J. R., der ein wenig orientierungslos und verwirrt hochschreckt, als nach der Darbietung die Saalbeleuchtung wieder eingeschaltet wird.

Die Unkenntlichmachung von Schlips und Gesicht dient übrigens der Wahrung der Persönlichkeitsrechte, so wie es die einschlägigen rechtlichen Bestimmungen verlangen.

13 Dezember 2006

Pustekuchen

CITTI-PARK in Kiel heute gegen 18:06 Uhr bei 9 Grad Celsius und leichtem Regen, die meisten Autos orientieren sich in Richtung des Parkhauses, der Parkplatz vor dem Haupteingang ist rammelvoll, Autos kurven durch die Reihen auf der Suche nach einem freiwerdenden Platz, ich halte mich da raus, halte mich sogleich rechts, denn bei den Großeinkäufern sind meist noch Parkplätze frei, stimmt, heute auch.

"Das wird ja ein schönes Gedränge sein" sage ich mir, und während ich Richtung Eingang strebe, sehe ich mich schon in einer unüberschaubaren hysterischen Masse Mensch gefangen, die auf der Jagd nach dem ultimativen Weihnachtsgeschenk ist.

Doch Pustekuchen, von Menschenmassen keine Spur, alles völlig easy, kein Geschiebe, kein Gedränge, kurze Schlangen an den Kassen, alle Kunden und Sehleute ruhig und gelassen.

Ich atme erleichtert durch, wundere mich kurz über das scheinbare Missverhältnis von Dichte Auto zu Dichte Mensch und gehe dann meinen Geschäften nach.

10 Dezember 2006

Mein lieber Schwan


Gerda und Hannes beim traditionellen Neunten-Dezember-Anbaden an der neuen Kieler-Förde-Badestelle in Kiel Hasselfelde bei Kaiserwetter und erfrischenden zehn Grad Wassertemperatur.

Und wie beim Anbaden die Tage zuvor, hat natürlich mal wieder kein Schwein geguckt.

07 Dezember 2006

Nikolaus-Nachlese

Da bin ich doch ein wenig ins Grübeln gekommen, denn wie die beiden Nikoläuse demonstrieren, muss ich dieses Jahr wohl mehr oder weniger artig gewesen sein.

Wie das, fragt sich nun der unbefangene Leser zu Recht, da geht doch nur eins, entweder mehr artig oder weniger artig, und nicht beides gleichzeitig.

Also, den linken Nikolaus hat mir derselbe auf der Arbeit gebracht, den rechten mit der Klingel zuhause.

Klingelingeling !!! ---> Hääääää ???

ACH SO!

05 Dezember 2006

Adventsatmosphäre


Wie werden doch zur Weihnachtszeit - insbesondere in den Einkaufszentren - die reinsten Lichtorgien inszeniert, dass einem ganz blümerant wird, wenn man an die Stromkosten denkt.

Da lob ich mir die spartanische weihnachtliche Fensterbeleuchtung meines Arbeitskollegen, noch zu D-Mark-Zeiten für billig Geld bei Kloppenburg erstanden, langlebig, robust, zugleich dekorativ und zeitlos schick.

Ihr stimmungsvolles Licht - unterstützt vom Scheine zweier PC-Monitore, auf denen Mistify und Beziers hektisch surreale Gebilde erzeugen, und der Flurbeleuchtung, die sich effektvoll im Fenster spiegelt - verbreitet eine heimelige Adventsatmosphäre.

Beste Voraussetzungen bei einem Becher entkoffeinierten Kaffees einen geruhsamen Arbeitstag würdig zu beginnen, währenddessen der Tag allmählich heraufdämmert.

02 Dezember 2006

Verwurstet ...

... in einer abgefahrenen Rockoper, Goethes Faust, mit ziemlich guter Musik, finde ich jedenfalls.

http://www.rock-opera.net/faust/home.html

Ein Musiktheaterstück in dem alle Register gezogen werden, wie Starlight-Express-Optik für Arme, Heavy-Metall-Gehabe, Darsteller in Batman-, Domina- und Karnevalskostümen, der Hauptdarsteller als KISS-Clone, eine poppige Mischung aus Muppet-Show und Musical "Hair".

Ja, nur so kann man die Massen heutzutage noch begeistern.

Und, der Erfolg gibt den Machern Recht.

Schade, dass sich die alten Dichter und Denker nicht mehr wehren können, wird so mancher kulturbeflissene Bürger denken.