25 September 2006

Roswell am 23.9.2006 im Greenfields


Roswell, eine junge, nicht ganz unbekannte Band aus dem Raum Kiel, spielt live deutsche, im Trend der Zeit liegende Rockmusik, an einem Samstag im Greenfields, zusammen mit der Rockband Nightstick, Werbung für die Veranstaltung erfolgte m.W. rechtzeitig im Internet und durch Mund-zu-Mund-Propaganda, UND, nur wenige Zuschauer erschienen, für mich völlig unverständlich, denn Roswell bot eine hervorragende Vorstellung, die ein volles Haus verdient hätte.
Die Ursache für die geringe Resonanz wird wohl nicht zu ergründen sein.
Die Anwesenden jedenfalls waren begeistert, bekamen sie doch für ihr Eintrittsgeld eine adequate Gegenleistung, wogegen die Band hauptsächlich "nur" Applaus erntete.
Gut, Applaus ist zwar das Brot des Künstlers, aber etwas Handfestes, nämlich so ein paar richtige Euros hätte die Band sicherlich nicht verachtet.
Genug der Klage, denn etwas Gutes hatte der Abend doch, der Fotograf hatte nämlich aufgrund der genannten Umstände optimale Bedingungen eine Vielzahl von Fotos von Roswell zu schießen, was mindestens so viel wert sein dürfte wie ein volles Haus.
Oder?

Für immer und ewig


Ich war am Geschehen nicht so dicht dran, nehme aber an, dass Gunter vor lauter Freude zumindest feuchte Augen bekam, als ihm die Schauspieler ein unerwartetes, ganz persönliches Ständchen nach der Abendaufführung am 22.9.2006 zu Gehör brachten.

Ein Dankeschön der besonderen Art, das Gunter sicherlich für immer und ewig in Erinnerung bleiben wird.

23 September 2006

Ins Auge, aber nicht in die Hose!


In der einen Szene bei der gestrigen Abendaufführung sollte ein geworfener Minigolfball eine nicht sichtbare Fensterscheibe im Bühnenhintergrund zerdeppern, doch entweder bestand ein technisches Problem, oder es lag ein menschliches Versagen vor, egal, so flog zwar der Ball, aber das erwartete Klirren blieb aus.
Nach einigen Schrecksekunden unter den Darstellern stürzte der Minigolfplatzbesitzer wie vorgesehen aus der Kulisse auf die Bühne und rief wütend (sinngemäß): "Wer war das, wer hat mir den Ball ins Auge geworfen?"

Gut, dass die Sache ins Auge ging, denn sie hätte ebenso gut auch voll in die Hose gehen können.

Gott sei Dank lief aber der alte Bühnenfuchs Wolfgang Blödorn geistesgegenwärtig in Sekundenschnelle zur Hochform auf und rettete so - vom Zuschauer unbemerkt - die Szene!

19 September 2006

Die Fußnote


Andreas Linnemann, Toningenieur vom Überschall-Tonstudio, hat seine Rechnung für "Die Mutprobe" mit einer Fußnote versehen, die ich dem Ensemble einfach nicht vorenthalten kann:

Vielen Dank für Euren Auftrag!
Hat mal wieder sehr viel Spaß gebracht!
"Die Bänd" war klasse!!

Der Endbetrag ist bei Erhalt der Rechnung ohne Skontoabzug zahlbar.


"Hallo Andreas, Dank und Lob freuen uns natürlich sehr, und bei einer Zahlung des Rechnungsbetrages 'mit' Skontoabzug hättest Du unsere Freude noch ins Unermeßliche steigern können", sagt Kassenwart Dietrich Köhrsen ;-).

Premiere "Die Mutprobe" am 18.9.2006


Ein kurzweiliges, von den Darstellern und der Band erfrischend spielfreudig und engagiert dargebotenes Musiktheaterstück, das vom Publikum mehrere Male mit Szenenapplaus und zum Schluß mit Standing Ovations bedacht wurde.
Das Publikum - ein Querschnitt aller Altersgruppen! - begeistert, das Ensemble gücklich, was will man mehr!


Gunter, sichtlich stolz und erleichtert, bei seiner gewohnt kurzen Premieren-Lobes- und Dankesrede, die er mit der sehnsüchtig erwarteten Freigabe des warm-kalten Buffets abschloß, das dann vom Ensemble sogleich gestürmt und wie von einem Schwarm Heuschrecken vernichtet wurde. Was sonst, hatte doch das Ensemble den ganzen Tag vor lauter Lampenfieber kaum feste Nahrung zu sich nehmen können.

Ich sag Euch Leute, uns gings prima heute, denn heute war ein super Tag, für die Eleven eine tolle, unvergeßliche Erfahrung, für die im Ensemble vertretenen "alten Hasen" erneut schön, mitgemacht zu haben.
Luder Bruder feierte natürlich nicht mit. Angekettet an schweren Eisenketten hat er bis zur nächsten Aufführung bei Wasser und Brot im Kerker zu verbringen.

14 September 2006

Knivsberg = Pause + Essen + Party + ???

..., ach ja, beinhart geprobt wurde selbstverständlich auch noch.


Endlich eine Pause.
Wolfgang vertieft sich zum wiederholten Male in das fesselnde Textbuch,
Lothar versucht die Geschmeidigkeit seiner bassgestählten Finger mit einigen vertrackten Läufen auf der Wandergitarre zu verbessern,
Moritz entspannt Geist und Körper bei einem erfrischenden Energy-Drink und
Thomas steht in der typischen Arbeitsstellung eines Hausmeisters, d.h. mit beiden Händen bis zum Anschlag in den Hosentaschen, einfach nur so rum.


Hier ein Beweis für die These, dass es wahre Freundschaft nur unter Männern gibt.
Moritz bekommt vom vielen Gitarrespielen die Arme nicht mehr hoch und wird daher von Claas liebevoll gefüttert.


Gunter faltet die Darsteller kurz vor der Abendaufführung noch mal kräftig zusammen:"... und wenn Ihr meine Regieanweisungen nicht endlich befolgt, dann mach ich Euch um so einen Kopf kürzer."
Svenja und Moritz wenden sich entnervt ab,
Kilian rauft sich verzweifelt die Mähne und
Jette und Jonas beschäftigen sich anderweitig und schalten einfach auf Durchzug.


Hilfe in der Not.
Gesa ist angewidert, steht aber wie ein Fels in der Brandung,
Moritz ist zwar ein wenig skeptisch aber schon spürbar erleichtert,
Nele ist schockiert und kurz davor, in Panik von dannen zu stürzen und
Jette (im Hintergrund) behält kühlen Kopf und bringt die Angelegenheit mit kundigen Handgriffen zum guten Ende.

12 September 2006

Der alte Mann und die Gitarre


Habt Ihr ihn gehört, den Aufschrei?
Ja, ich nehme das (teilweise) zurück, denn die Überschrift sollte nur eine Provokation sein.
Ich, der ältere Bruder, bin fast alt, mein jüngerer Bruder Lothar ist zwar nicht mehr ganz jung, aber keinesfalls alt.
Er, nämlich mein Bruder, hat sich, vermutlich weil er viel mit jungen Menschen zu tun hat, sehr gut gehalten.
Er ist ein Mann im besten Alter. Punkt.

So, nun haben wir das endlich mal geklärt.

Übrigens, die Gitarre ist, da neu, ganz jung.

08 September 2006

Wesen der Finsternis

Wer kennt sie nicht, den Maulwurf, den Grottenolm und die namenlosen Monster der Tiefsee.

Weitgehend unbekannt ist dagegen eine andere Spezies, die im Stillen ihren dunklen Geschäften nachgeht, der Musiktheatermusiker, der sein freudloses Dasein vornehmlich in tiefer Finsternis abseits des illuminierten Bühnengeschehens fristet. Er ist stets dunkelschwarz gewandet und seine wachsbleiche Gesichtshaut steht im krassen Kontrast zu der wuchtigen Ray-Ban-Sonnenbrille, die seine empfindliche Netzhaut vor letzten Restlichteinflüssen schützt.
Aufgrund seines Daseins im Schatten des Lichts war der Musiktheatermusiker stets durchdrungen von einer diffusen Unzufriedenheit, und jetzt ganz plötzlich, nach Äonen des evolutionären Stillstands, drängt es ihn in einem Quantensprung dem Problem die Stirn zu bieten.
Egal, dank einer sensationellen technischen Errungenschaft, dem LED, scheint die Lösung nah. Mit diesem dezenten, vielfarbigen Leuchtkörper, mit seinem funzeligen, netzhautfreundlichen und gleichzeitig Aufmerksamkeit erregenden Lichte sollen baldmöglichst in einer weltweiten konzertierten Aktion alle Musikinstrumente ausgerüstet werden. Leuchtende Drumsticks und Innenbeleuchtungen für Gitarren konnten schon bis zur Serienreife entwickelt werden und gelangen jetzt in den Vertrieb.


Kenner der Szene erwarten, dass Musiktheatermusiker mittels dieser revolutionären Technik endlich ihr depressives ...
Mein Gott, was schreibe ich nur für einen Unsinn!

04 September 2006

Die Botschaft


Kilian in dem Jugendtheaterstück 'Die Mutprobe', links mit der weichen Kopfumhüllung als fieser und brutaler Verbrecher, rechts mit der harten Kopfbedeckung als hilfsbereiter und freundlicher Gesetzeshüter.
Und was ist nun die Botschaft?
Weich ist schlecht!
Hart ist gut!

03 September 2006

Was zu erwarten war

ist eingetreten, denn statt sich zur gestellten Frage zu äußern, wird am Layout des Blog rumgenörgelt, zu viel schwarz (ich finde schwarz g..l), andere Vorlage (finde ich alle mäßig bis schlecht), das spectaculum-logo (hab ich auch schon dran gedacht, muß bloß noch wissen wies geht), sonst scheint aber alles suuper zu sein.
Mal sehn, was da sonst noch so kommt!

Ein neues Blog, das (k)einer braucht?

Ja, diese Frage stelle ich hiermit zur weltweiten Diskussion!