30 Dezember 2006

TOP 23.

Das junge theater spectaculum e.V. hatte am gestrigen Tage seine diesjährige Mitgliederversammlung, diesmal im Haus des Sports.

Beginn war pünktlich um 19:13 Uhr.

Erschienen waren die tragenden Säulen des Vereins (von links nach rechts):
B. K., J. K., O. K. (verdeckt), B. K., L. K., G. H., T. W., H. W. und D. K. (nicht zu sehen, da hinter dem Fotoapparat), B. G. fehlte entschuldigt.

Der Raum war gut geheizt und es gab heißen Roibusch-Tee, das Nationalgetränk der Südafrikaner, sowie Kekse, die einer drohenden Unterzuckerung vorbeugen sollten.

Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme war die Versammlung gerade bei TOP 23. angelangt, wo G. H. und L. K. u.a. über vergangene, aktuelle, geplante und noch nicht gedachte Projekte parlierten.

Eine kurzweilige Powerpoint-Präsentation von J. K. über den Dalsland Kanot Marathon am 15. August 2006 rundete die Versammlung ab, die danach so gegen 20:29 Uhr vom 1. Vorsitzenden mit einem Dank an die Erschienenen geschlossen wurde.

Ich freu mich schon auf die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr!

26 Dezember 2006

Morbider Charme

Heute haben wir den Südfriedhof in Kiel besucht, und zwar nicht, um schon ein wenig Probe zu liegen, sondern vielmehr auf der Suche nach etwas, was einem Verlies ähnlich ist.
Gunter braucht ein entsprechendes Foto für eine Beamer-Projektion bei Goethes "Faust".

Sogar die Grüfte auf dem Kapellenberg haben wir - natürlich nur von außen - trotz mahnender Verbotsschilder in Augenschein genommen, doch fündig sind wir leider nicht geworden.
Dafür haben wir jetzt einen ziemlich genauen Eindruck vom Zustand des Friedhofs, und überzeugt hat uns dieser nicht.

Beeindruckend sind die Grünanlagen, doch etliche Grabmale, Kapellen und Wege vermitteln den Eindruck von Verfall, so wie auf dem obigen Foto die Sitzbank.

Der morbide Charme eines Friedhofs - eine Einladung zum Verweilen!

25 Dezember 2006

Na dann, alles Gute!


Weihnachtszeit, man hört mal wieder voneinander und dabei fällt allmählich auf, dass zunehmend Krankenberichte als Neuigkeiten ausgetauscht werden.
Da geht es nicht um so banale Geschichten wie grippale Infekte oder Erkältungen mit kratzenden Hälsen und laufenden Nasen, sondern um Nierensteine, Stents, Herzrythmusstörungen, Bandscheibenvorfälle, Rheuma und Ähnliches.

Na dann, alles Gute, und lasst am nächsten Weihnachten mal wieder von Euch hören!

19 Dezember 2006

Der Schneemann

Seit einigen Tagen ziert ein Schneemann symbolträchtig das Portal einer alteingesessenen renommierten Behörde im Sophienblatt in Kiel.

Sich seiner Vergänglichkeit bewusst, grinst das billige Imitat einfältig vor sich hin, während die Behörde in Agonie daniederliegt und der von der Landesregierung beauftragte Rettungsarzt Sterbehilfe leistet.

Ein Motorradkurier ist derweil auf dem Wege, der Landesregierung Kunde vom baldigen Ableben der Behörde zu übermitteln.

Dem Hausmeister, der unter heftigen Rückenschmerzen leidet und den Arzt eigentlich nötiger zum Leben als die Behörde zum Sterben bräuchte, bleibt dagegen jede Hilfe versagt.
Verwaist daher die Masten an der Front des Hauses, wo die Fahnen im Spiel des Windes pietätvoll auf halbmast flattern sollten.

Zur Vermeidung von Missverständnissen sei darauf hingewiesen, dass diese Story natürlich reine Fiktion ist, wobei Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Sachverhalten zwar nicht unerwünscht sind, aber reiner Zufall wären.

16 Dezember 2006

Luder Bruder ...

.. ist einfach hemmungslos, jetzt klaut er mir schon die Storys, wovon man sich unter http://wasihrwollt.blogspot.com/ überzeugen kann!



Sei's drum, dafür habe ich das schärfere Foto!

15 Dezember 2006

DAS Highlight

Einige lächeln etwas verkrampft, die Mehrheit im Saal staunt ungläubig, denn soeben wird vom Zeremonienmeister einer dreiköpfigen Laien-Schauspiel-Truppe DAS Highlight der obligaten Weihnachtsfeier angekündigt, der Sylvester-Knaller "Diner For One", und zwar opp Platt!

Wie man auch immer zu einer solchen Idee stehen mag, sei dahingestellt, auf jeden Fall nötigt es zumindest einem Theatermenschen Respekt ab, wenn sich jemand an diesen immer wieder gern gesehenen Klassiker heranwagt.

Egal, die Mimen legen sich engagiert ins Zeug, die Handlung nimmt den sattsam bekannten Verlauf, im Saal kaum eine Reaktion des Publikums, man könnte fast eine Stecknadel fallen hören, als in meiner nächsten Nähe, nicht eben leise, polyphone Klänge ertönen.

Mein Blick geht in Richtung des Geräusches, ich sehe den vor mir liegenden digitalen Fotoapparat, ergreife ihn, denke: "Donnerwetter, ich wusste gar nicht, dass der so was kann!" und versuche mit fahrigen Händen den Akku zu entfernen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.

Das Publikum erwacht mit einem Schlag aus seiner Lethargie, anschwellendes Gelächter füllt den Raum, und die Schauspieler glauben sicherlich, dass sich das Publikum nach einer gewissen Aufwärmphase dem Zauber ihrer Darbietung nun nicht mehr länger entziehen konnte.

Denkste, denn so plötzlich wie das Gelächter einsetzte, so plötzlich endet es auch wieder, als ich endlich mein Handy ausschalte.

Das Foto unten zeigt den Kollegen J. R., der ein wenig orientierungslos und verwirrt hochschreckt, als nach der Darbietung die Saalbeleuchtung wieder eingeschaltet wird.

Die Unkenntlichmachung von Schlips und Gesicht dient übrigens der Wahrung der Persönlichkeitsrechte, so wie es die einschlägigen rechtlichen Bestimmungen verlangen.

13 Dezember 2006

Pustekuchen

CITTI-PARK in Kiel heute gegen 18:06 Uhr bei 9 Grad Celsius und leichtem Regen, die meisten Autos orientieren sich in Richtung des Parkhauses, der Parkplatz vor dem Haupteingang ist rammelvoll, Autos kurven durch die Reihen auf der Suche nach einem freiwerdenden Platz, ich halte mich da raus, halte mich sogleich rechts, denn bei den Großeinkäufern sind meist noch Parkplätze frei, stimmt, heute auch.

"Das wird ja ein schönes Gedränge sein" sage ich mir, und während ich Richtung Eingang strebe, sehe ich mich schon in einer unüberschaubaren hysterischen Masse Mensch gefangen, die auf der Jagd nach dem ultimativen Weihnachtsgeschenk ist.

Doch Pustekuchen, von Menschenmassen keine Spur, alles völlig easy, kein Geschiebe, kein Gedränge, kurze Schlangen an den Kassen, alle Kunden und Sehleute ruhig und gelassen.

Ich atme erleichtert durch, wundere mich kurz über das scheinbare Missverhältnis von Dichte Auto zu Dichte Mensch und gehe dann meinen Geschäften nach.

10 Dezember 2006

Mein lieber Schwan


Gerda und Hannes beim traditionellen Neunten-Dezember-Anbaden an der neuen Kieler-Förde-Badestelle in Kiel Hasselfelde bei Kaiserwetter und erfrischenden zehn Grad Wassertemperatur.

Und wie beim Anbaden die Tage zuvor, hat natürlich mal wieder kein Schwein geguckt.

07 Dezember 2006

Nikolaus-Nachlese

Da bin ich doch ein wenig ins Grübeln gekommen, denn wie die beiden Nikoläuse demonstrieren, muss ich dieses Jahr wohl mehr oder weniger artig gewesen sein.

Wie das, fragt sich nun der unbefangene Leser zu Recht, da geht doch nur eins, entweder mehr artig oder weniger artig, und nicht beides gleichzeitig.

Also, den linken Nikolaus hat mir derselbe auf der Arbeit gebracht, den rechten mit der Klingel zuhause.

Klingelingeling !!! ---> Hääääää ???

ACH SO!

05 Dezember 2006

Adventsatmosphäre


Wie werden doch zur Weihnachtszeit - insbesondere in den Einkaufszentren - die reinsten Lichtorgien inszeniert, dass einem ganz blümerant wird, wenn man an die Stromkosten denkt.

Da lob ich mir die spartanische weihnachtliche Fensterbeleuchtung meines Arbeitskollegen, noch zu D-Mark-Zeiten für billig Geld bei Kloppenburg erstanden, langlebig, robust, zugleich dekorativ und zeitlos schick.

Ihr stimmungsvolles Licht - unterstützt vom Scheine zweier PC-Monitore, auf denen Mistify und Beziers hektisch surreale Gebilde erzeugen, und der Flurbeleuchtung, die sich effektvoll im Fenster spiegelt - verbreitet eine heimelige Adventsatmosphäre.

Beste Voraussetzungen bei einem Becher entkoffeinierten Kaffees einen geruhsamen Arbeitstag würdig zu beginnen, währenddessen der Tag allmählich heraufdämmert.

02 Dezember 2006

Verwurstet ...

... in einer abgefahrenen Rockoper, Goethes Faust, mit ziemlich guter Musik, finde ich jedenfalls.

http://www.rock-opera.net/faust/home.html

Ein Musiktheaterstück in dem alle Register gezogen werden, wie Starlight-Express-Optik für Arme, Heavy-Metall-Gehabe, Darsteller in Batman-, Domina- und Karnevalskostümen, der Hauptdarsteller als KISS-Clone, eine poppige Mischung aus Muppet-Show und Musical "Hair".

Ja, nur so kann man die Massen heutzutage noch begeistern.

Und, der Erfolg gibt den Machern Recht.

Schade, dass sich die alten Dichter und Denker nicht mehr wehren können, wird so mancher kulturbeflissene Bürger denken.

28 November 2006

Die Dorfdiva


Den Busen raus, den Bauch rein, beide Daumen gen Himmel und die ballett- und jogginggestählten Beine fest auf dem Boden der Tatsachen verankert, so posiert die Dorfdiva aus der Landeshauptstadt Kiel, wegen fehlender Toilette ein wenig kamerascheu, beim familiären Photoshooting in ihrem neuen Domizil im Stadtteil Eppendorf der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Tor zur Welt.
Hier will sie sich den letzten Schliff verpassen lassen, um am Ende eines langen Ausbildungsweges zur Weltstadtdiva zu avancieren.

Was für eine formidable Karriere!

Dies ist ein repräsentatives Beispiel dafür, dass sich die jungen Leute heutzutage eben nicht halbherzig und unstet in vielerlei Aktivitäten verzetteln und sich auch nicht vor intensiven Bemühungen scheuen, die erst in ferner Zukunft etwas bringen.
Manch ein Pädagoge meint allerdings, genau entgegengesetzte Erfahrungen gemacht zu haben.

26 November 2006

Malle Mall

Hansestadt Hamburgs größte innerstädtische Mall, die Europa Passage, verbindet europäisches Flair mit Lifestyle, Savoir-vivre und Dolce Vita auf fünf Ebenen unter einem Dach.

Die Europa Passage, ein weiterer Konsumtempel den wir brauchen, um unser Einkommen, das sich zunehmend reziprok zu dem der Herren Ackermann und Esser entwickelt, zu verprassen.

Konsumschwache Hartz IV-Empfänger werden von einem bewegungsfaulen Quergestreiften und zwei blau angestrichenen Budnikowsky-Werbe-Clowns bei Laune gehalten.

18 Grad im Schatten


Am helllichten Tag zur Mittagszeit wird im bunten Scheine der Weihnachtsillumination bei leichtem Regen und gefühlten 18 Grad im Schatten Glühwein mit Schuß getrunken, auf der Rückseite des Geschehens sammeln sich die obligaten Müllberge.

Rathausmarkt Hamburg am 25.11.2006!

22 November 2006

Vorne ist hinten

Ich steh bei Sky an der Fleischtheke, um mir noch schnell etwas Belag für meine Brötchen zu kaufen. Die Fleischfachverkäuferin nimmt meine Wünsche entgegen und beginnt, Schichtsalat und Meistercreme abzuwiegen.
Währenddessen entsteht hinter mir sehr schnell eine Schlange von sechs weiteren Kunden, was die Verkäuferin auch sogleich bemerkt, deshalb das Wiegen und Verpacken unterbricht, die Tür zur den hinteren Räumlichkeiten öffnet und dort hineinruft:

"Kannst Du mal nach hinten kommen?"

Seltsamerweise ist dem Kollegen klar was gemeint ist, denn er kommt von hinten nach vorne zur Fleischtheke, um seine Kollegin bei der Bedienung der Kunden zu unterstützen.

Also, hinten ist vorne und vorne ist hinten, je nachdem wie man das sehen will, so einfach ist das.

Nur ein Baum

Da steht er jahraus, jahrein, mit seltsam verrenktem Astwerk, als wüsste er nicht, in welche Richtung er wachsen soll. An einer vielbefahrenen Straße trotzt er den Abgasen, sowie Wind und Wetter, im Sommer gibt er uneigennützig Schutz vor Sonne und Regen.

So nebenher betreibt er Photosynthese, nimmt Kohlendioxid aus der Luft auf und gibt Sauerstoff an die Atmosphäre ab, ein farb-, geschmack- und geruchloses Gas (wieso dann eigentlich "sauer"?), ohne das kein Leben für die Tiere und den Menschen auf der Erde möglich wäre.

Das alles macht er, wenig beachtet von den Fußgängern und den Insassen in den eilig vorbeifahrenden Autos.

Er ist halt nur ein Baum.

Unbeirrt

Stillgestanden, die Augen, links!

Und, schon sind alle Schilder wohlgeordnet nach Süden ausgerichtet, nur eines nicht, das weist unbeirrt in die entgegengesetzte Richtung, natürlich das von der Psychiatrischen Tagesklinik.

Etwas anderes konnte man auch nicht erwarten.

17 November 2006

Pass bloß auf, ...


... sagte ich so für mich, als ich am gestrigen Tage mit forschem Schritt über den Hundestrand bei Kahlenberg wandelte.

Und, schon war es passiert!

Denn da war es, das schauderhafte Gefühl, wenn man – wie von einer finsteren Macht gesteuert - in die Hinterlassenschaft eines Vierbeiners latscht, den der Mensch seinen besten Freund nennt.

Diesmal hatte ich einen extraordinären Haufen erwischt, einen, wie ihn nur Deutsche Doggen in der Lage sind zu produzieren, nämlich besonders mächtig und von extra weicher Konsistenz, das Endprodukt einer Hundemahlzeit aus schätzungsweise drei Pfund Pansen, zwei Pfund Trockenfutter Bozita Junior und einem Pfund Kroschies Dog Chips als Leckerlies.
Mächtigkeit und Konsistenz spürte ich deutlich, trotz der dicken Profilsohle meines Timberland-Stiefels.

Wut stieg in mir hoch, und gern hätte ich dem Hundehalter die Meinung gegeigt. Doch so schnell wie sie kam, so schnell verflüchtigte sich meine Wut wieder, als ich meinen Fuß hob, um die Sauerei zu begutachten.

Da war sie zwar wie erwartet, die Sch..ße, jedoch zu meiner großen Überraschung und Freude fein säuberlich in einer mit einem akkuraten Knoten verschlossenen Kunststofftüte abgefüllt.
Das sollte Schule machen, denn so ist ein Tritt in einen Haufen Hundekot geradezu ein Vergnügen, vorausgesetzt, die Tüte weist die nötige Stabilität auf.

Gerne werde ich mal wieder den Hundestrand bei Kahlenberg zu einem ausgedehnten Bummel aufsuchen.

13 November 2006

Alles wie immer

Zur letzten Aufführung unseres Jugentheaterstücks "Die Mutprobe" am 10.11. in der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster, da mussten wir noch hin, meine holde Gattin Birgit und meine Wenigkeit.

Alles war wie immer suuuuupeeer!

Die Bühne war ein wenig niedrig, der Platz für die Rampen ein wenig beengt, ebenso, wie gewohnt, der Platz für die Band.

Der Saal war nur zu Dreiviertel gefüllt, wahrscheinlich weil zur Zeit der Aufführung "Das Sandmännchen" im Fersehen lief.

Die Schauspieler waren nicht ganz textsicher, aber sehr kreativ, da wo Text mit viel Ernst zu rezitieren war, wurde ob des plötzlich abhanden gekommenen Textes gelacht, oder noch besser, die Szene mit dem Satz beendet: "Ich geh jetzt nach Hause, hab sowieso den Text vergessen", und, es passte sogar, irgendwie.

Die überwiegend jugendlichen Zuschauer hatte es nicht gestört, wenn sie es denn überhaupt bemerkten, waren sie doch häufig anderweitig beschäftigt, z.B. mit ihrem Handy oder mit ihrem Nachbarn, mit dem laut und vernehmlich die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht wurden. Als Birgit dem begleitenden Leerkörper Zeichen gab, dass die Schüler die Aufführung stören würden, machte dieser in Richtung der Schüler nur: "Pscht, pscht!", natürlich ohne den geringsten Erfolg. In seinem Blick zurück zu Birgit war Hilflosigkeit und die Aussage zu lesen: "Kinder! Was soll man machen?"

Desweiteren waren einige ziemlich junge Mädels fortwährend am Kichern, Flüstern und Gestikulieren, hatten sie sich doch einen der männlichen Darsteller, bzw. eines der Bandmitglieder ausgeguckt (Bruder Lothar war es wohl nicht, denk ich mal), den sie einfach "süß" fanden und anhimmelten.

Also, alles wie immer, eine gelungene Aufführung mit zufriedenen Zuschauern, die es zum Schluß leider versäumten laut und intensiv genug zu applaudieren, womit sie sich um eine Zugabe brachten. Leider, denn gerne hätte ich noch als krönenden Abschluß der Aufführungsserie "Luder Bruder" gehört.
Das hab ich dann auf der Heimfahrt nachgeholt.

Und was war sonst noch?
Ach ja, etwas was nicht unerwähnt bleiben darf, denn wieder beehrten einige Ehemalige eine unserer Aufführungen mit ihrer Anwesenheit, und zwar waren das diesmal Arne Danklefsen, Arno Köhrsen, Swenja Kardel, Moritz Eggert, Hendrika Entzian und natürlich Ingo Mitzloff, sowie ???
Find ich gut, zeigt dies doch, wie stark sie sich auch nach vielen Jahren noch mit dem jungen theater spectaculum e.V. verbunden fühlen!

09 November 2006

Die "schöne Ecke"


Sie ist sehr nützlich, jeder braucht sie und jeder hat wenigstens eine davon in seiner Wohnung, man ist sich dessen allerdings nur selten bewußt.

Vor Jahren besichtigten wir die Studentenbude unserer Nichte Marie, der Einzug war gerade erst erfolgt, das Mobiliar hatte seinen Platz noch nicht gefunden. Eine ideale Situation für Maries Mutter, sie war in ihrem Element, denn die Anordnung von Möbeln in Wohnungen anderer ist ein Hobby von ihr.
Mutter hatte viele gute Ideen, eifrig wurden die Möbel hin-und hergerückt, das Ergebnis zwischendurch begutachtet, kleine Korrekturen vorgenommen, ja, so passt es, das wars.
Die versammelte Mannschaft ließ sich zufrieden auf den nächstbesten Sitzgelegenheiten nieder und machte es sich mit einem Gläschen Wein gemütlich.
Ich hatte dem Geschehen bis zu diesem Zeitpunkt ohne großes Interesse beigewohnt, gelegentlich auch mit angepackt, als mich ein unterschwelliges Unbehagen ergriff und mir unkontrolliert die Bemerkung entfuhr: "Marie, Du hast ja gar keine schöne Ecke!"
Bevor die erkennbar verwirrten Anwesenden nachfragen konnten, hatte ich das Holzregal etwas verschoben und in die nun freie Zimmerecke das Bügelbrett gestellt, voila!

Und das ist sie, die "schöne Ecke", sehr praktisch und insbesondere in kleinen Wohnungen unverzichtbar zur Unterbringung von Trittleiter, Papierkorb, Dia-Leinwand, Sonnenschirm, Klappstuhl u.ä.

Unsere Nichten Marie und Lisa haben seither den Gedanken an die "schöne Ecke" tief verinnerlicht. Schon einige Male erhielten wir Rückmeldung, dass sie bei ihren zahlreichen Wohnungswechseln während der Studienzeit diesem extraordinären Platz immer besondere Aufmerksamkeit schenkten.

So haben sie nicht nur auf den Universitäten, sondern auch mal von ihrem Onkel Didi etwas fürs Leben gelernt, was letztendlich auch mir etwas gebracht hat, nämlich Stolz und Zufriedenheit.

06 November 2006

Werkstattatmosphäre

Gunter hatte die Vorstellung, den Info-Text zu "Faust" auf der Webseite von spectaculum mit einigen Fotos, die Werkstattatmosphäre vermitteln, aufzulockern. Gute Idee, denn längere Texte auf Webseiten, und jener ist ein solcher, sind selbst für begeisterte Leser eine Herausforderung, von anderen werden sie sogar schlicht ignoriert, wenn man sie nicht mit einigen Fotos garniert.

Gesagt, getan! Als sich der Fotograf an der Location einfand, war die Szene schnell gestellt, mit zwei Darstellerinnen (Edith Hamer und Louisa Kilian) und Sören Sönksen am Piano.

Die Aktion nahm ihren Lauf, der Fotograf schoß seine Fotos von den agierenden Personen, doch Moment mal, da fehlte doch was!
Also, zunächst schien auf den "ersten Blick" alles völlig normal, Sören entlockte mit konzentriertem Blick auf die Partitur dem Piano wohlklingende Töne, Edith und Louisa unterstützten ihre Darbietung mit den von Vokalisten bekannten Gesten, doch, jetzt bemerkte ich es, sie sangen zwar, zu hören war jedoch nichts, zumindest ich habe nichts gehört!
Egal, bei Fotos fällt so etwas ja nicht auf, aber ein wenig verwirrend war das für mich schon.

Was nun wirklich war, d.h., ob sich ihr Gesang auf reine Lippenbewegungen beschränkte oder nicht, hat sich mir nicht endgültig erschlossen, womöglich ist dies ja geübte Praxis oder eine besondere Technik bei klassischer Musik, mit einer ganz einfachen, naheliegenden Erklärung.

Ich hätte nachfragen können, doch traute ich mich nicht, weil ich befürchtete, dann als kulturloser Depp dazustehen.
Diese, meine Unkenntnis quält mich die letzten Tage in zunehmendem Maße und ich habe mich schon in die wildesten Vermutungen verstiegen:

War ich Opfer einer Sinnestäuschung oder einer partiellen vorübergehenden Hörstörung?
Gaben die Sängerinnen Töne von sich, die jenseits des hörbaren Bereichs, sprich im Bereich des Ultraschalls lagen?
Waren die Sängerinnen stimmlich indisponiert?
Gab es zu der Pianobegleitung schlicht gar kein Lied?
Handelte es sich um eine spezielle Art des Playbacks?
Was bloß war hier der Fall?

Viele Fragen und keine Antworten, ich bin der Verzweiflung nahe!

31 Oktober 2006

Mann oh Mann, ...

... da ist mir ja in meinem Beitrag "Kein Wunder" ein entsetzlicher Fauxpas unterlaufen, denn meine Kollegin ist stocksauer, weil sie nicht "Du, Köhrsen, ich glaube, ich werde Dein größter Fan!" gesagt haben will, sondern vielmehr "Du, Köhrsen, ich will Dein Groupie sein!", oder so ähnlich, glaubt sie jedenfalls.

Letztens hatte ich Tomaten aufe Augn, jetzt wohl Bohnen inne Ohrn. Was auch immer zu dem Mißverständnis geführt haben mag, auf jeden Fall wird mir die Kiste zu heiß, und damit in der Öffentlichkeit kein falscher Eindruck entsteht, erkläre ich hiermit, dass ich mich gegen das skandalöse Ansinnen der bewußten weiblichen Person mit allem Nachdruck verwahre.

Denn erst wollen sie Fan oder Groupie sein, dann rücken sie einem mit Transparenten auf die Pelle, wie "Köhrsen, ich will ein Kind von Dir!", und wenn sie letztendlich noch zu Stalkern mutieren, ist Mann so gut wie verloren.

Schon in jüngeren Jahren habe ich mit weiblichen Fans bittere Erfahrungen machen müssen. Die Auswirkungen auf Körper und Seele waren verheerend, ich war ein gebrochener Mensch. Erst nach einem Wechsel meines Wohnsitzes und einer achtwöchigen Behandlung in einer psychosomatischen Klinik konnte ich mich wieder dem normalen Leben stellen.

Darum, Männer, Leidgenossen, seid auf der Hut und wehret den Anfängen!

27 Oktober 2006

Kein Wunder

"Du, Köhrsen, ich glaube, ich werde Dein größter Fan!".
So wurde ich heute Morgen von einer Arbeitskollegin voller Begeisterung begrüßt.

Ich war ein wenig verwundert. Wieso mein Fan? Ich hatte zeit meines Lebens noch keinen Fan!

Na gut, da gibt es Verwandte, Freunde und Bekannte, wie bei anderen auch und alles vollkommen normal, dann habe ich eine mir zugeneigte Ehefrau, die Arbeitskollegen mögen und respektieren mich, glaube ich zumindest, aber als mein Fan hat sich mir gegenüber noch niemand geoutet!

Nun, die Sache klärte sich schnell auf, als meine Kollegin mir eröffnete, dass sie seit einigen Tagen Leserin des spectaculum-blogs ist.

Ach so, dann ist sie also Fan des spectaculum-blogs, und ich hatte fast schon an ein Wunder geglaubt.

26 Oktober 2006

Exkurs

Na, denke ich so im Vorbeigehen, Blumen-Beifuß, toll wie der Nachname zu dem ausgeübten Beruf passt.

Nun ist Beifuß (Artemisia vulgaris) - eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia, in der Familie der Korbblütler (Asteraceae, veraltet Compositae) - zwar keine Pflanze die einen Floristen vom Hocker haut, aber immerhin hat der Beifuß einige interessante Eigenschaften.
So wird Beifuß - die mehrjährige krautige Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch! - in Nordafrika und Südeuropa angebaut, um Öl zu gewinnen, das dann in der Parfümindustrie Verwendung findet.
Beifuß wird auch als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt, weil die enthaltenen Bitterstoffe die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit anregen und so die Verdauung unterstützen.
Der Gewöhnliche Beifuß ist außerdem eines der "Johanniskräuter" und wird zu Johanni gegen Zauberei und böse Dämonen um Bauch und/oder Hüfte gewunden. Er schützt Mensch und Vieh gegen Zaubereien aller Art und wird auch für Liebeszauber verwendet.

Sehr schön, aber ich will nicht weiter abschweifen, wie gesagt, Nachname und Beruf passen wie die Faust aufs Auge.

Apropos Auge, da kommt nun eine zweite Pflanze ins Spiel, die Tomate (Solanum lycopersicum), in Ostösterreich Paradeiser oder auch Paradiesapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie u. a. eng mit der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete und dem Tabak verwandt.

Denn von eben diesem Nachtschattengewächs muß ich wohl zwei vollreife Prachtexemplare vorübergehend auf den Augen gehabt haben, steht doch auf dem Schild nicht Beifuß, sondern Bleifuß!

Mist, da ist mein ganzer Exkurs nun für die Katz!

Na ja, nicht ganz, immerhin haben wir auf diese Weise was über Artemisia vulgaris und Solanum lycopersicum erfahren.

PS:
Blumen-Bleifuß heißt mit Vornamen Joachim und glücklicherweise nicht Enzo, aber das ist eine andere Geschichte.

17 Oktober 2006

Die Idee


Ole Koch, unsere allseits geschätzte, kompetente, engagierte, zuverlässige, mit einem freundlichen Naturell ausgestattete, vor, hinter und auf der Bühne als Allroundtalent bekannte, als junger Hase nicht mehr wegzudenkende Stütze des Vereins, setzt mit einer tollen Idee womöglich einen Meilenstein in der Geschichte des spectaculum-blogs, und zwar besteht diese darin, dass in dem Blog z.B. einzelne Mitwirkende der Theaterproduktionen vorgestellt werden.

Die Idee ist grandios, durch mich aber leider nicht zu realisieren, da ich logischerweise an dem jeweiligen Ensemble nicht nahe genug dran bin, bzw. dran sein kann.

All das hat mich nun auf eine andere Idee gebracht, nämlich auf die Idee eines Blogs, bei dem die Aktiven und Ehemaligen nicht nur Beiträge des spectaculum-blogs konsumieren und kommentieren, sondern auch selber als Autoren von Beiträgen agieren!!!

Ihr Freunde des Musiktheaters, offenbart Euer literarisches Talent und schüttet mich zu mit Beiträgen für das spectaculum-blog. Mein Dank, sowie Interesse, Respekt und Lob einer großen Fangemeinde wird Euer Lohn sein!

Blog-Master: Dietrich Köhrsen
E-Mail: DKoehrsen@t-online.de

16 Oktober 2006

Kunst - keine Kunst


Das rechte Foto zeigt Kunst in Vollendung, die weiße Frau in Stein, kopflos, mit abbe Arme und im Bereich der Unterschenkel und Füße unvollendet, in der Vorwärtsbewegung erstarrt steht sie ohne jeden ästhetisch-sinnlichen Reiz oder einem sonstigen erkennbaren Nutzen hinter dem Schloß Gottorf bei Wind und Wetter rum und verschandelt dort die schöne Grünanlage.

Das linke Foto zeigt definitiv keine Kunst, aber ein Geschenk des Himmels, die Frau in der weißen Landsend-Fleece-Jacke, alles dran und alles wo es hingehört, eine sehr vielseitige Ehefrau und als solche unersetzbar, in aparter Körperhaltung steht sie dezent lasziv auf einem Granitstein, den sie kurz darauf fluchtartig verlässt und das Weite sucht, als sich aus heiterem Himmel ein größerer Menschenauflauf bildet und sich männliche Verehrer die Kleidung vom Oberkörper reißen, um sich Autogramme auf die nackte Haut schreiben zu lassen.

Den Rest der Geschichte erzähle ich lieber nicht, den glaubt mir nämlich eh keiner.

13 Oktober 2006

Summstein

Ein Summstein an der Ostseeküste im Bereich von Kraksdorf-Strand, man steckt den Kopf in die Höhlung des Steines und erzeugt mit seinem Stimmorgan verschiedene Summgeräusche, die den Stein in unterschiedlich starke Schwingungen versetzt. Diese sollen eine heilende und belebende Wirkung auf den Organismus ausüben, sowie den Akku mit neuer Energie versorgen.

Da man Gesundheit und Energie gar nicht genug haben kann, hinein mit dem Kopf.
Die Prozedur ist vollkommen schmerzfrei und von durchschlagendem Erfolg gekrönt, wie das unübersehbare Victory-Zeichen des Probanden kurz vor Ablauf des nur sieben Minuten dauernden Ladevorgangs beweist.
Also, auf nach Kraksdorf-Strand.

11 Oktober 2006

Fotos satt!

Ja, da kommt Freude auf, und Nele ist schon ganz aus dem Häuschen!

Immerhin wird es rd. 3.000 (in Worten: dreitausend) Fotos geben, satte 4,3 GB, der gesamte Datenbestand vom Projekt "Die Mutprobe", chronologisch sortiert und fein säuberlich auf eine DVD gebrannt, da hat man einige Tage was zum Schauen, jetzt mit Freunden und der Familie, später mit den Enkelkindern.Wenn man dann von dieser tollen Zeit erzählt, erinnert man sich vielleicht auch noch an den penetranten Fotografen.

04 Oktober 2006

Kommentare? Ja bitte!


Seit einem Monat besteht nun das spectaculum-blog und zu verzeichnen sind 12 Beiträge, 12 Kommentare zu 6 Beiträgen und rd. 370 Besucher.

Ich denke, das lässt sich sehen für den Anfang, kann man doch den Schluß ziehen, dass an dem Blog durchaus ein nennenswertes Interesse besteht, d.h., dass das Blog dem Besucher offensichtlich etwas gibt (was auch immer), und dies freut mich.

Ja, alles sehr erfreulich, aber an den Kommentaren ist noch zu arbeiten, und da sind nun die Besucher gefordert, denn erst mit Kommentaren zu den Beiträgen lebt ein Blog, wird es für alle Besucher besonders interessant und wird der Blog-Autor motiviert weitere Taten folgen zu lassen.

Darum:
Kommentare? Ja bitte!

25 September 2006

Roswell am 23.9.2006 im Greenfields


Roswell, eine junge, nicht ganz unbekannte Band aus dem Raum Kiel, spielt live deutsche, im Trend der Zeit liegende Rockmusik, an einem Samstag im Greenfields, zusammen mit der Rockband Nightstick, Werbung für die Veranstaltung erfolgte m.W. rechtzeitig im Internet und durch Mund-zu-Mund-Propaganda, UND, nur wenige Zuschauer erschienen, für mich völlig unverständlich, denn Roswell bot eine hervorragende Vorstellung, die ein volles Haus verdient hätte.
Die Ursache für die geringe Resonanz wird wohl nicht zu ergründen sein.
Die Anwesenden jedenfalls waren begeistert, bekamen sie doch für ihr Eintrittsgeld eine adequate Gegenleistung, wogegen die Band hauptsächlich "nur" Applaus erntete.
Gut, Applaus ist zwar das Brot des Künstlers, aber etwas Handfestes, nämlich so ein paar richtige Euros hätte die Band sicherlich nicht verachtet.
Genug der Klage, denn etwas Gutes hatte der Abend doch, der Fotograf hatte nämlich aufgrund der genannten Umstände optimale Bedingungen eine Vielzahl von Fotos von Roswell zu schießen, was mindestens so viel wert sein dürfte wie ein volles Haus.
Oder?

Für immer und ewig


Ich war am Geschehen nicht so dicht dran, nehme aber an, dass Gunter vor lauter Freude zumindest feuchte Augen bekam, als ihm die Schauspieler ein unerwartetes, ganz persönliches Ständchen nach der Abendaufführung am 22.9.2006 zu Gehör brachten.

Ein Dankeschön der besonderen Art, das Gunter sicherlich für immer und ewig in Erinnerung bleiben wird.

23 September 2006

Ins Auge, aber nicht in die Hose!


In der einen Szene bei der gestrigen Abendaufführung sollte ein geworfener Minigolfball eine nicht sichtbare Fensterscheibe im Bühnenhintergrund zerdeppern, doch entweder bestand ein technisches Problem, oder es lag ein menschliches Versagen vor, egal, so flog zwar der Ball, aber das erwartete Klirren blieb aus.
Nach einigen Schrecksekunden unter den Darstellern stürzte der Minigolfplatzbesitzer wie vorgesehen aus der Kulisse auf die Bühne und rief wütend (sinngemäß): "Wer war das, wer hat mir den Ball ins Auge geworfen?"

Gut, dass die Sache ins Auge ging, denn sie hätte ebenso gut auch voll in die Hose gehen können.

Gott sei Dank lief aber der alte Bühnenfuchs Wolfgang Blödorn geistesgegenwärtig in Sekundenschnelle zur Hochform auf und rettete so - vom Zuschauer unbemerkt - die Szene!

19 September 2006

Die Fußnote


Andreas Linnemann, Toningenieur vom Überschall-Tonstudio, hat seine Rechnung für "Die Mutprobe" mit einer Fußnote versehen, die ich dem Ensemble einfach nicht vorenthalten kann:

Vielen Dank für Euren Auftrag!
Hat mal wieder sehr viel Spaß gebracht!
"Die Bänd" war klasse!!

Der Endbetrag ist bei Erhalt der Rechnung ohne Skontoabzug zahlbar.


"Hallo Andreas, Dank und Lob freuen uns natürlich sehr, und bei einer Zahlung des Rechnungsbetrages 'mit' Skontoabzug hättest Du unsere Freude noch ins Unermeßliche steigern können", sagt Kassenwart Dietrich Köhrsen ;-).

Premiere "Die Mutprobe" am 18.9.2006


Ein kurzweiliges, von den Darstellern und der Band erfrischend spielfreudig und engagiert dargebotenes Musiktheaterstück, das vom Publikum mehrere Male mit Szenenapplaus und zum Schluß mit Standing Ovations bedacht wurde.
Das Publikum - ein Querschnitt aller Altersgruppen! - begeistert, das Ensemble gücklich, was will man mehr!


Gunter, sichtlich stolz und erleichtert, bei seiner gewohnt kurzen Premieren-Lobes- und Dankesrede, die er mit der sehnsüchtig erwarteten Freigabe des warm-kalten Buffets abschloß, das dann vom Ensemble sogleich gestürmt und wie von einem Schwarm Heuschrecken vernichtet wurde. Was sonst, hatte doch das Ensemble den ganzen Tag vor lauter Lampenfieber kaum feste Nahrung zu sich nehmen können.

Ich sag Euch Leute, uns gings prima heute, denn heute war ein super Tag, für die Eleven eine tolle, unvergeßliche Erfahrung, für die im Ensemble vertretenen "alten Hasen" erneut schön, mitgemacht zu haben.
Luder Bruder feierte natürlich nicht mit. Angekettet an schweren Eisenketten hat er bis zur nächsten Aufführung bei Wasser und Brot im Kerker zu verbringen.

14 September 2006

Knivsberg = Pause + Essen + Party + ???

..., ach ja, beinhart geprobt wurde selbstverständlich auch noch.


Endlich eine Pause.
Wolfgang vertieft sich zum wiederholten Male in das fesselnde Textbuch,
Lothar versucht die Geschmeidigkeit seiner bassgestählten Finger mit einigen vertrackten Läufen auf der Wandergitarre zu verbessern,
Moritz entspannt Geist und Körper bei einem erfrischenden Energy-Drink und
Thomas steht in der typischen Arbeitsstellung eines Hausmeisters, d.h. mit beiden Händen bis zum Anschlag in den Hosentaschen, einfach nur so rum.


Hier ein Beweis für die These, dass es wahre Freundschaft nur unter Männern gibt.
Moritz bekommt vom vielen Gitarrespielen die Arme nicht mehr hoch und wird daher von Claas liebevoll gefüttert.


Gunter faltet die Darsteller kurz vor der Abendaufführung noch mal kräftig zusammen:"... und wenn Ihr meine Regieanweisungen nicht endlich befolgt, dann mach ich Euch um so einen Kopf kürzer."
Svenja und Moritz wenden sich entnervt ab,
Kilian rauft sich verzweifelt die Mähne und
Jette und Jonas beschäftigen sich anderweitig und schalten einfach auf Durchzug.


Hilfe in der Not.
Gesa ist angewidert, steht aber wie ein Fels in der Brandung,
Moritz ist zwar ein wenig skeptisch aber schon spürbar erleichtert,
Nele ist schockiert und kurz davor, in Panik von dannen zu stürzen und
Jette (im Hintergrund) behält kühlen Kopf und bringt die Angelegenheit mit kundigen Handgriffen zum guten Ende.

12 September 2006

Der alte Mann und die Gitarre


Habt Ihr ihn gehört, den Aufschrei?
Ja, ich nehme das (teilweise) zurück, denn die Überschrift sollte nur eine Provokation sein.
Ich, der ältere Bruder, bin fast alt, mein jüngerer Bruder Lothar ist zwar nicht mehr ganz jung, aber keinesfalls alt.
Er, nämlich mein Bruder, hat sich, vermutlich weil er viel mit jungen Menschen zu tun hat, sehr gut gehalten.
Er ist ein Mann im besten Alter. Punkt.

So, nun haben wir das endlich mal geklärt.

Übrigens, die Gitarre ist, da neu, ganz jung.

08 September 2006

Wesen der Finsternis

Wer kennt sie nicht, den Maulwurf, den Grottenolm und die namenlosen Monster der Tiefsee.

Weitgehend unbekannt ist dagegen eine andere Spezies, die im Stillen ihren dunklen Geschäften nachgeht, der Musiktheatermusiker, der sein freudloses Dasein vornehmlich in tiefer Finsternis abseits des illuminierten Bühnengeschehens fristet. Er ist stets dunkelschwarz gewandet und seine wachsbleiche Gesichtshaut steht im krassen Kontrast zu der wuchtigen Ray-Ban-Sonnenbrille, die seine empfindliche Netzhaut vor letzten Restlichteinflüssen schützt.
Aufgrund seines Daseins im Schatten des Lichts war der Musiktheatermusiker stets durchdrungen von einer diffusen Unzufriedenheit, und jetzt ganz plötzlich, nach Äonen des evolutionären Stillstands, drängt es ihn in einem Quantensprung dem Problem die Stirn zu bieten.
Egal, dank einer sensationellen technischen Errungenschaft, dem LED, scheint die Lösung nah. Mit diesem dezenten, vielfarbigen Leuchtkörper, mit seinem funzeligen, netzhautfreundlichen und gleichzeitig Aufmerksamkeit erregenden Lichte sollen baldmöglichst in einer weltweiten konzertierten Aktion alle Musikinstrumente ausgerüstet werden. Leuchtende Drumsticks und Innenbeleuchtungen für Gitarren konnten schon bis zur Serienreife entwickelt werden und gelangen jetzt in den Vertrieb.


Kenner der Szene erwarten, dass Musiktheatermusiker mittels dieser revolutionären Technik endlich ihr depressives ...
Mein Gott, was schreibe ich nur für einen Unsinn!

04 September 2006

Die Botschaft


Kilian in dem Jugendtheaterstück 'Die Mutprobe', links mit der weichen Kopfumhüllung als fieser und brutaler Verbrecher, rechts mit der harten Kopfbedeckung als hilfsbereiter und freundlicher Gesetzeshüter.
Und was ist nun die Botschaft?
Weich ist schlecht!
Hart ist gut!

03 September 2006

Was zu erwarten war

ist eingetreten, denn statt sich zur gestellten Frage zu äußern, wird am Layout des Blog rumgenörgelt, zu viel schwarz (ich finde schwarz g..l), andere Vorlage (finde ich alle mäßig bis schlecht), das spectaculum-logo (hab ich auch schon dran gedacht, muß bloß noch wissen wies geht), sonst scheint aber alles suuper zu sein.
Mal sehn, was da sonst noch so kommt!

Ein neues Blog, das (k)einer braucht?

Ja, diese Frage stelle ich hiermit zur weltweiten Diskussion!